Lexikon

Für ein besseres Spielverständnis für Neulinge im Thema "Football"

Wie hoch, wie lang, wie breit? - Spielfeld und Tor

Inkl. der beiden 10 Yards tiefen Endzonen ist das Spielfeld 360 Feet (=120 Yards oder 109,73m) lang und 160 Feet (48,77m) breit. Zwischen den beiden Endzonen erstreckt sich also eine Spielfläche von 100 Yards (91,40m), die alle fünf Yards (4,57m) durch eine Querlinie markiert ist. Die Hashmarks sind jeweils 70 Feet 9 Inches (21,57m) von den beiden Seitenauslinien eingezeichnet. Aufgrund der gittergleich verlaufenden Linien wird das Footballfeld auch "Gridiron" (Gitterrost, Bratrost) genannt. Die Torstangen stehen auf der Endlinie, d. h. auf der hinteren Begrenzung der Endzone. Der Zwischenraum ist 18 Feet 6 Inches (5,64m) breit und die Querstange - über die geschossen werden muß - 10 Fett (3,05m) hoch.

Wie lange wird gespielt?

Die Spieldauer beträgt viermal 15 Minuten (12 Minuten Deutschland) effektiver Spielzeit, dazu zwei Minuten Pause zwischen den Vierteln und eine 12 minütige Pause in der Halbzeit. Bei wichtigen Partien können diese Richtwerte jedoch zugunsten kostbarer Werbezeit erheblich ausgedehnt werden. Um die Spieluhr anzuhalten, versuchen die Ballträger in der Schlußphase einer Begegnung häufig, am Ende ihres Laufs noch in das Seitenaus zu gelangen.

Welche Zeiten werden noch gestoppt?

Neben der allg. Spieluhr gibt es noch eine Sekundenanzeige, an der abgelesen werden kann, wieviel Spielzeit der angreifenden Mannschaft nach Ende eines Spielzuges bis zum nächsten Snap verbleibt. Zur Verfügung stehen der Offense dabei in der Regel vierzig, in bestimmten Situationen auch nur 25 Sek. Jedes Team darf pro Halbzeit 3 Auszeiten nehmen. Darüber hinaus wird zwei Minuten vor Schluß jeder Halbzeit das Spiel zu einer offiziellen Two-Minute-Warning unterbrochen. Begonnene Spielzüge werden zu Ende geführt. Steht es nach Ablauf der regulären Spielzeit unentschieden, wird die Entscheidung im Sudden Death gesucht.

Worum geht es beim Football?

11 Spieler der Offense bemühen sich, gegen ebenso viele Verteidiger (Defense) das Lederei samt Ballträger in die gegnerische Endzone zu bekommen. Ein Touchdown (TD) ist erzielt, wenn der Ball sich auf der, über der oder jenseits der Goal Line befindet und der Ballträger zugleich noch im Spielfeld ist. Der Ballträger muß nicht selbst die Endzone erreichen, darf aber nicht im Kampf mit einem Verteidiger zu Boden gehen (hier ist die Lage der Knie oft das entscheidende Kriterium), bevor die Spitze des Ledereis in den Endzonenraum eingedrungen ist.

Die sechs Punkte für einen erfolgreichen TD kann das angreifende Team noch durch einen Kick (ein Punkt) oder einen weiteren zweiten TD (zwei Punkte) von der zwei Yard Linie aus erhöhen (Conversion oder Point after Touchdown). Die verteidigende Mannschaft kann bei einem Ballgewinn während einer solchen Confersion ihrerseits nicht punkten.

Ein Angriffszug (Drive) läuft im wesentlichen nach folgenden Regeln ab: Die Offense hat 4 Versuche (Downs), um die Distanz von 10 Yards zu überbrücken und dann mit einem First Down (erreichen oder Überschreiten der 10 Yards) eine neue Serie zu starten (Angaben wie "Second and eight oder third and six" bezeichnen, der wievielte Versuch folgt und wieviel Yards Raumgewinn noch zum nächsten First Down fehlen). Ausschlaggebend ist bei allen Messungen die vordere Spitze des Balls.

Ein Ballträger gilt als gestoppt, wenn er bei Kontakt mit einem Verteidiger den Boden (etwa mit Hand oder Knie) berührt oder wenn - meist in Pulksituationen - seine Vorwärtsbewegung endgültig abgestoppt wurde. Für die Neupositionierung des Balls ist dessen letzte Lage vor Ende des Spielzuges entscheidend. Gerät der Ballträger in das Seitenaus wird der folgende Snap in dieser Höhe auf die Hashmark verlegt.

Nach 3 Downs nicht einmal 10 Yard überwunden?


Ist es der Offense in drei Downs nicht gelungen, die erforderlichen 10 Yards zu überwinden, kommen für den letzten Versuch drei Möglichkeiten in Betracht. Erste Variante: Die Mannschaft startet einfach einen weiteren Paß- oder Laufspielzug. Diese Taktik wird allerdings nur ergriffen, wenn die Restdistanz sehr klein ist, die Spielsituation ein sofortiges (hohes) Punkten erfordert oder der designierte Field-Goal-Kicker kein Vertrauen genießt. Ansonsten dürfte der Coach das Risiko nicht eingehen wollen, daß bei einem Scheitern die gegnerische Offense anschließend in ausgezeichneter Feldposition starten kann.

Von daher wird er die zweite Variante vorziehen und den Ball weit in die Hälfte punten zulassen, um so dessen folgenden Drive zu erschweren.

Sollte die eigene Mannschaft bereits bis auf etwa 30 Yards oder näher an die Endzone vorgerückt sein, dürfte - als dritte Variante beim Fourth Down - ein Field Goal EG versucht werden, daß im Erfolgsfall drei Punkte einbringt (theoretisch besteht die Möglichkeit zu einem Punt oder einem Field Goal selbstverständlich bei jedem Down).

Gelingt kein First Down, kommt also die gegnerische Mannschaft in Ballbesitz - entweder durch einen Punt, durch den Kickoff (nach TD oder EG) oder nach einem mißlungenen 4. Versuch an der jeweiligen Feldposition. Aber der Ballbesitz kann natürlich auch im Verlauf eines Spielzuges wechseln. Ein solches Turnover kann durch einen abgefangenen Paß (interception) oder einen fallen gelassenen bzw. freigeschlagenen Ball (Fumble) herbeigeführt werden. Eine weitere, indes selten eintretende Gelegenheit für einen Punkterfolg ist der Safety. Er zählt zwei Punkte.

Die Strafen

Das Besondere beim Football ist unter anderem, dass bei Regelwidrigkeiten nicht nur der "Übeltäter" sondern seine ganze Mannschaft mit Raumverlust von 5 bis 15 Yards bestraft wird, d.h. der Weg zur Überbrückung der 10 Yards wird vergrössert bzw. verkleinert. Strafen werden von den Schiedsrichtern durch das Werfen eines gelben Tuchs angezeigt.

Die Liste der Regelwidrigkeiten, der sogenannten Fouls, umfasst über 70 mögliche Strafen; die Yards werden je nach Vergehen von unterschiedlichen Punkten aus gemessen (z.B. von der Stelle wo das Foul geschah oder von der Anspiellinie). Genannt seien an dieser Stelle der Information halber nur die wichtigsten Fouls und Strafen in Kurzform.

Die Yards im einzelnen

Originalname Übersetzung Strafe
Block In The Back Block in den Rücken 10 Yards
Clipping Unerlaubter Angriff auf einen nicht balltragenden Spieler unterhalb der Gürtellinie 15 Yards
Delay Of Game Spielverzögerung: Überschreitung der zulässigen Anspielzeit 5 Yards
Face Mask Greifen in/an das Gesichtsgitter oder den Helm (auch unabsichtlich) 15 bzw. 5 Yards
False Start Unkorrekter Spielbeginn: verbotene Bewegung eines Offense-Spielers v.s.Snap 5 Yards
Encroachment Unerlaubter Spielbeginn der Defense mit Berührung der Offense 5 Yards
Holding Defense Halten eines Offense-Spielers der nicht den Ball trägt 10 Yards
Holding Offense Halten eines Defense-Spielers 10 Yards
Illegal Procedure / Formation Unerlaubte Angriffsformation 5 Yards
Ineligible Receiver Unberechtigter Passempfänger oder Spieler vor der Anspiellinie 10 Yards
Intentional Grounding Verbotenes absichtliches auf den Boden werfen des Balls 5 Yards
Late Hit Auf dem Ballträger stürzen nachdem der Ball "tot" ist 15 Yards
Offside Defense Defensespieler vor Anspiel in der neutralen Zone 5 Yards
Roughing the Passer Übertriebene Härte gegen den Passwerfer, nachdem der Ball geworfen wurde 15 Yards
Roughing / Roughing Into Kicker or Holder Umstossen des Kickers oder Holders 15 Yards
Unsporsmenl. Conduct Unsportliches Verhalten gegenüber dem Gegner/Schiedsrichter
(auch Beleidigungen)
15 Yards
Unnecess. Roughness Unnötige Härte - Kopfstoss, Tritte, Schläge und ähnliches 15 Yards

Die Punktevertielung

Name Beschreibung Punkte
Touchdown Das Erreichen der Endzone mit Ball 6 Punkte
Extrapunkt oder Point After Touchdown (PAT) Kick durch die Torstangen nach einem Touchdown 1 Punkt
Conversion Wiederholtes Erreichen der Enzone nach einem Touchdown 2 Punkte
Field Goal Kick durch die Torstangen aus dem Spielgeschehen heraus 3 Punkte
Safety Tackling des Ballträgers in seiner eigenen Endzone 2 Punkte

Spieler-Positionen und Ihre Aufgaben


Center (C)

Leitet mit dem Snap den Angriff ein. Der Center sollte über viel Spielüberblick, gutes Timing und eine sichere Hand verfügen. Wie die Guards und die Tackles - mit denen zusammen er die Linemen bildet - muß er natürlich auch ein exzellenter Blocker sein.

Guard (G)

Blocken rechts (RG) und links (LG) neben dem Center. Wie die anderen Linemen müssen die Guards zu der Vielzahl von Spielzügen auf Abruf die entsprechenden Blockingaufgaben verrichten können.

Tackle (T o. OT)

Die beiden äußeren Blocker der fünf Linemen. Besondere Bedeutung kommt auf den Left Tackle (LT) zu, da er für den Schutz der Blind Side des Quarterbacks zuständig ist - vorausgesetzt, dieser ist Rechtshänder. An dieser Stelle ist mit dem energischsten und gefährlichsten Attacken auf den QB zu rechnen, und der LT muß seine Position sowohl gegen extrem schwere und kräftige Defensive Linemen als auch gegen wendige Linebacker halten können.

Tight End (TE)

Ein Receiver, der sich unmittelbar an einem Ende der Line aufbaut. Diese Seite wird damit zur Strong Side. Die Position wird in der Regel mit kräftigen Spielern besetzt, die viele Blockingaufgaben wahrzunehmen haben und kurze Pässe über die Defense Line hinweg in Bedrängnis fangen können.

Wide Receiver (WR)

Schnelle fangsichere, robuste und häufig auch sprunggewaltige Spieler, die eine Fülle von Laufrouten beherrschen sollten und die bei Laufspielen auch schon mal Blockingdienste zu verrichten haben.

Quarterback (QB)

Regisseur und Ballverteiler, in vielen Fällen mit erheblichen taktischen Freiheiten ausgestattet.

Runningback

Dient vor allem als Ballträger bei Laufspielzügen, hat aber auch häufig eine wichtige Funktion als Receiver von Kurzpässen. Unterschieden wird zuweilen zwischen Fullback und Halfback, wobei der gemeinhin schwerere und kräftigere Fullback meist Blockingaufgaben für den schnelleren und wendigeren Halfback zu erfüllen hat oder wegen seines Durchsetzungsvermögens bei Downs mit wenigen noch fehlenden Yards (auch an der Goal Line) eingesetzt wird.

Spieler-Positionen und Ihre Aufgaben


Defense Tackle (DT)

Bilden zusammen mit den Defense End die Defensive Linemen und sollen insbesondere Spielzüge durch die Mitte verhindern.
Steht - wie bei der Three-Four-Defense - ein einzelner Tackle dem Center unmittelbar gegenüber, wird hierbei von einem Nose Guard gesprochen.

Defense End (DE)

Meist beweglicher als die Defensives Tackles; sie dringen häufiger in den gegnerischen Rückraum ein und so die Sackspezialisten unter den Defensive Linemen.

Linebacker (LB)

Spielen in der Regel hinter den Linemen, um gegen Laufspielzüge und kurze Pässe zu verteidigen. Rücken zum Blitz aber auch immer wieder an die Line vor und machen dem QB das Leben schwer. Unterschieden wird zwischen Outside Linebackern (OLB) und Middle Linebackern (MLB).

Cornerback (CB)

Verteidigen in erster Linie gegen Wide Receiver. Häufig die schnellsten Spieler auf dem Spielfeld. Zusammen mit den Safeties bilden die CBs die Defensive Backs.



Strong Safety (SS)

Meist im zentralen Rückraum zur Paßdeckung - insbesondere gegen Thight End. Orientiert sich bei Laufspielen schnell nach vorne.

Free Safety (FS)

Ähnlich wie Strong Safety, aber tendenziös stärker zur Abwehr langer Pässe und Unterstützung der Cornerbacks sowie als letzter Mann gegen durchbrechende Running Backs.

Ein Auszug aus den Faul- Handzeichen der Referees

Um das Spielgeschehen besser zu verstehen haben wir euch hier einmal die wichtigsten Handzeichen der Schiedsrichter erörtert.

Football Signals

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Begriffserklärungen

  • All Stars: Typisch Amerikanisch - die besten Spieler einer Liga treten in zwei Auswahlmannschaften gegeneinander an. Im Football heißt das Familientreffen der Berufsspieler Pro Bowl und findet regelmäßig eine Woche nach dem Super Bowl statt.
  • Anspiellinie: siehe: Line Of Scrimmage.
  • Audible: Kurzfristige Änderung des angesagten Spielzuges, die der Quarterback mittels eines verschlüsselten Begriffs seinem Team erst direkt vor dem Snap zuruft.
  • Backfield: Spielraum hinter der Offense Line in dem die Runningbacks starten.
  • Blitz: Überfallartige Attacke der Defence auf den QB unmittelbar nach einem Snap.
  • Blocken: Behinderung des Gegenspielers durch Stossen und Drücken.
  • Bootleg: Täuschungsmanöver des QB (der übergibt nicht, sondern paßt verdeckt oder läuft selbst).
  • Call: Das Kommando des QB, der den nächsten Spielzug bekanntgibt.
  • Catch: Fangen des Balls.
  • Center: Die Mitte des Angriffs, er gibt beim Down den Ball nach hinten an seinen QB weiter.
  • Cheerleader: Sie feuern die eigene Mannschaft an, fordern die Fans auf das ebenfalls zu tun. In den USA eine traditionelle Form der organisierten Unterstützung; in Deutschland noch in den Kinderschuhen.
  • Chain-Crew: Das Team der Schiedsrichter-Assistenten - sie halten den Downmarker und die Kette zum Bemessen der Downs.
  • Clipping: Block in den Rücken des Gegners, der bis auf Ausnahme innerhalb einer bestimmten Zone um die Anspielstelle verboten ist.
  • Coach: Anderes Wort für "Trainer".
  • Completion: Ein erfolgreich abgeschlossener Paßversuch.
  • Conference: Die Football Liga bei den Profis ist unterteilt in zwei Conferences und insgesamt sechs Ligen. Die Meister der Conferences treffen sich zum Super Bowl.
  • Conversion: Eine Möglichkeit Zusatzpunkte nach einem Touchdown zu Erreichen: durch erneutes Tragen/Fangen gibt es bei Erreichen der Endzone 2 Punkte.
  • Cornerback: Defense Spieler, der die äusseren Spielfeldseiten verteidigt und speziell die Passempfänger kontrolliert.
  • Count: Startzeichen für die Offense - Wort oder Sound auf den der Center den Ball bewegen (snappen) soll und die Offense Line ihre Blocks aufnimmt.
  • Coverage: Deckung - es gibt in der Defense Manndeckung, Zonenverteidigung und Kombinationen daraus.
  • Dead Ball: Der Ball ist "tot" wenn der Schiedsrichter abgepfiffen hat (z.B. wenn ein Ball nicht gefangen wurde oder ein Ballträger getackled wurde).
  • Defense: Die 11 Spieler der verteidigenden Mannschaft.
  • Defense Backs: Zusammenfassender Begriff für Cornerbacks und Safeties - auch Secondary genannt.
  • Defense Ends: Die aussen stehenden Spieler der ersten Verteidigungsreihe; ihre Aufgabe ist es im Backfield zu stören und das Spiel nach innen zu treiben, wo sich mehr Defensespieler befinden.
  • Defense Line: Die Spieler der ersten Reihe der Verteidigung; unterteilt in Defense Tackles, Ends und ggf. Nose Guard.
  • Defense Tackles: Die innen stehenden Spieler der ersten Verteidigungreihe; vornehmliche Aufgabe ist das "Verstopfen" der inneren Gaps, sowie das Stören des Quarterbacks beim Passspiel.
  • Delay Of Game: Spielverzögerung = Foulspiel der Offense (z.B. wenn die Besprechung im Huddle zu lange dauert)
  • Dive: Aktion der Offense: Laufspielzug durch ein inneres Gap.
  • Down: Vier Versuche - oder vier Downs - hat eine Mannschaft pro Angriff, in der sie 10 Yards Raumgewinn erzielen muß.
  • Downmarker: "Versuch-Anzeiger": Auf dem Downmarker steht, der wievielte Versuch gerade gespielt wird; er befindet sich immer auf der Höhe des Ball-Anspielpunktes.
  • Draft: Davon ist man in Europa noch weit entfernt - damit die Profiliga spannend bleibt, dürfen sich die schlecht plazierten Mannschaften aus dem Pool der neuen Spieler stets zuerst bedienen. Die Draft findet jedes Jahr statt.
  • Dreipunktstand: Three Point Stance - Aufstellung der Line- und Runningback-Spieler mit einer Hand am Boden um tief nach vorne heraus starten zu können. (Manche Linespieler stehen gar im Vierpunktstand)
  • Drive: Die Serie während der die Offense/Defense am Stück auf dem Feld steht, also vom ersten First Down bis zum Ballverlust oder Punkten.
  • Encroachment: Ein Spieler verletzt die neutrale Zone und berührt einen Gegenspieler noch vor dem Snap.
  • Endzone: Das Ziel der Begierde; zehn Yards breiter Streifen am Ende des Spielfeldes, in den der Ball getragen werden muß für einen Touchdown.
  • Extra-Punkt: Zusatzpunkte die die Offense nach Erzielen eines Touchdowns zusätzlich noch Erreichen kann; durch einen Kick oder eine Conversion.
  • Facemask: Das Gesichtsgitter am Helm (bezeichnet auch das Foulspiel des Hineingreifens oder Daranziehens, was nicht erlaubt ist).
  • Faircatch: Die vorher angezeigte Aktion eines Returners, der einen gekickten Ball nur fangen, nicht aber nach vorne tragen wird.
  • Fake: Angetäuschter Spielzug der Offense (z.B. ein Lauf) um die Defense zu verwirren obwohl etwas anderes gespielt wird (z.B. einen Pass).
  • False Start: Fehlstart - Foulspiel eines sich vor dem Snap bewegenden Offense-Spielers.
  • Field Goal: Es heißt Football, doch mit dem Fuß werden nur wenige Punkte gemacht. Gelingt das doch, zahlt ein Treffer drei Punkte.
  • First Down: Erster Versuch einer Serie von 4 Versuchen um 10 Yards Raum zu überbrücken.
  • Flag: Die Flagge ist das gelbe Tuch jedes Schiedsrichters, welches er dazu benutzt, es auf die Stelle des Spielfeldes zu werfen, an der er ein Foulspiel gesehen hat.
  • Flagfootball: Die weniger körperbetonte Variante des American Football - meist für Kinder und Senioren. Die Spieler tragen keine Ausrüstung und werden nicht getackled sondern durch das Abreissen am Gürtel befestigter Flaggen gestoppt.
  • Flanker: Passempfänger, der anders als der Split End einige Yards hinter der Line of Scrimmage aufgestellt ist.
  • Formation: Aufstellung der Offense bzw. Defense (wird vom Trainer von der Sideline hereingegeben).
  • Foul: Regelwidrigkeit.
  • Freier Ball: (Auch Loose Ball) - Der Ball ist frei, wenn er ins Spiel gebracht aber von der Offense nicht kontrolliert wurde (z.B. wenn ein Ballträger ihn verliert (fumbled). Ein freier Ball kann von jedem Spieler der Offense und Defense aufgenommen werden.
  • Fullback: Kraftvoller Runningback für Läufe, kurze Pässe und in der Hauptaufgabe Vorblocker zum Durchbrechen der Defense Line.
  • Fumble: Ein Spieler läßt den Ball fallen; führt das zu einem Ballverlust, ist es ein Turnover.
  • Gap: Die Lücke bzw. der Abstand zwischen zwei Linespielern, wo hindurch ein Lauf der Offense oder ein Blitz der Defense gehen kann.
  • Goal: Tor - die American Footballtore sind in Deutschland meist die nach oben verlängerten Torpfosten der Fussballtore, durch die hindurch die Kicks gehen müssen.
  • Goal Line: Endzonenlinie, zählt bereits in der Endzone.
  • Halfback: Etwas kleinerer und schnellerer Runningback, der viel als Ballträger fungiert aber auch Pässe empfängt und vorblockt.
  • Hand-Off: Ballübergabe von den Händen eines zu den Händen eines anderen Spielers ohne Werfen.
  • Holding: Foulspiel durch unerlaubtes Festhalten des Gegners.
  • Huddle: Lagebesprechung der Spieler auf dem Feld, bei der der nächste Spielzug angesagt wird.
  • Incompletion, Incomplete Pass: Passspiel auf einen Receiver der den Ball nicht fangen kann - danach ist der Ball "tot".
  • Intentional Grounding: Foulspiel der Offense bei dem unter Bedrängnis durch Defender der Ball absichtlich fallen gelassen wird anstatt einen Pass zu werfen.
  • Interception: Abfangen einen Angriffpasses.
  • Kicker: Der Spieler der Offense der den Ball beim Kick treten darf.
  • Kicking Tee: Eine Gummihalterung aus der der Ball z.B. beim Kick Off gekickt wird.
  • Kickoff: Kick von der eigenen 30 Yardlinie, wobei der Ball möglichst weit in die gegnerische Hälfte getreten wird. Ausgeführt zu Beginn einer Spielhälfte, nach einem Field Goal oder einen Touchdown.
  • Ladies Bowl: Abgeleitet vom Super Bowl, dem amerikanischen Liga-Finale, das Spiel um die Deutsche Meisterschaft der Damenliga.
  • Linebacker: Defense Spieler der zweiten Verteidigungreihe; er kontrolliert Passempfänger und Runningbacks (es gibt Outside-, Inside- und Middle-Linebacker)
  • Line of Scrimmage: Unsichtbare Linie, an der sich die Spieler nach einer Spielunterbrechung aufstellen.
  • Longsnap: Langer Wurf durch die Beine vom Center z.B. für einen Kick oder Punt.
  • Mercy Rule: Führt eine Mannschaft mit mehr als 35 Punkte Abstand wird die Uhr nicht mehr angehalten sondern läuft immer weiter.
  • Motion: Auch Man-In-Motion: einziger Spieler des Offense Backfields der sich auch direkt vorm Snap noch bewegen darf, allerdings nur parallel zur Line Of Scrimmage (so wechselt z.B. ein Flanker noch einmal die Seite).
  • Muff: Ein Muff ist der erfolglose Versuch einen Ball unter Kontrolle zu bringen z.B. wenn ein Fair Catch nicht gefangen wird oder wenn es nicht gelingt ein Fumble zu recovern.
  • M V P: Most Valuable Player - ein Ehrentitel der nach einem Spiel oder am Ende der Saison an den wichtigsten Spieler verliehen werden kann.
  • Neutrale Zone: Der gedachte streifenförmige Bereich von der Breite eines Footballs, den vor einem Snap mit Ausnahme des Centers kein Spieler verletzen darf.
  • Nose Guard: Defense Line Spieler, der direkt dem Center gegenüber steht.
  • Offense: Die 11 Spieler der angreifenden Mannschaft.
  • Offense Guard: Spieler, die direkt links und rechts neben dem Center stehen und den Quarterback schützen sollen.
  • Offense Line: Die Spieler in der ersten Reihe des Angriffs; unterteilt in Center, Guards und Tackles.
  • Offense Tackles: Spieler, die jeweils ausserhalb der Guards in der Offense Line stehen und den Quarterback vor Verteidigern schützen sollen.
  • Offside: Ein Spieler befindet sich im Abseits (Offside), wenn er sich zum Zeitpunkt des Snap über die Scrimmage Line hinausbewegt hat.
  • Onside Kick: Variante des Kick Off bei dem der Kick sehr kurz ist weil die kickende Mannschaft sofort wieder selbst in Ballbesitz zu kommen versucht (riskant, da der Ball dennoch 10 Yards überbrücken muss und dort leicht von der ersten Reihe der returnenden Mannschaft - und somit bereits sehr weit vorne - abgefangen werden kann).
  • Option: Spielzug der Offense der mehrere Möglichkeiten offenlässt, für die sich der Quarterback erst während des bereits laufenden Spielzuges entscheiden muss.
  • Pass: Wurf des Quarterbacks auf einen Receiver (nach vorne).
  • P A T: Point After Touchdown: ein Team darf nachdem es einen Touchdown erzielt hat auf der gegnerischen 3 Yard-Line noch einen Zusatzversuch starten und mittels Extra-Kick 1 Punkt oder durch eine Conversion weitere 2 Punkte kassieren.
  • Pitch: Wurf des Balles über eine sehr kurze Distanz und anders als ein Pass nur aus dem Unterarmbereich heraus.
  • Penalties: Strafen - Regelverstöße signalisieren die Referees durch werfen eines gelben Tuches.
  • Playbook: Das Spielbuch in welchem die Trainer alle der Mannschaft zur Verfügung stehenden Spielzüge aufgelistet haben.
  • Pigskin: So wird das Lederei bezeichnet, um das sich alles dreht. Tatsächlich ist der Ball aber selten aus Schweinsleder gefertigt, sondern aus Ochsenleder.
  • Pocket: Der gedachte Raum hinter den Offense Linemen, in den sich der QB bei einem Paßspiel nach einem Snap zurückzieht.
  • Pulling: Herausziehen eines Linespielers nach dem Snap zum Blocken in einer Lücke auf der anderen Seite des Feldes.
  • Punt: Ein Kick aus der Hand ausgeführt. Wenn der Firstdown in drei Versuchen nicht gelang und ein Field Goal nicht in Frage kommt.
  • Quarter: Vierteldollarmünze; Scherz! - Einer der vier Zeitabschnitte des Spiels. Nach jedem Quarter wird die Seite gewechselt, zwischen zweitem und drittem Quarter gibt es eine Halbzeitpause.
  • Quarterback: Denker und Lenker des ganzen Teams; auch verlängerter Arm des Coaches an der Seitenlinie.
  • Receiver: Generell "Passempfänger" - also Flanker, Split End oder Tight End.
  • Referee, Ref: Der Hauptschiedsrichter (meist kontrollieren 4 - 7 Schiedsrichter ein Spiel)
  • Reverse: Unerwarteter Wechsel der Ballrichtung, z.B. ein Spieler läuft entgegengesetzt zum bisherigen Ballträger und erhält dann den Ball.
  • Roll Out: Aktion des Quarterbacks bei der er sofort nach dem Snap zur Seite läuft und den weiteren Spielzug von dort ausführt.
  • Rookie: Spieler der seine erste Saison spielt.
  • Roster: Die komplette Mannschaftsliste eines Teams.
  • Roughing: Foulspiel - unerlaubter Angriff auf einen Gegenspieler (z.B. Passer, Kicker).
  • Runningback: Offensespieler der den Ball durch Tragen vorwärts zu bewegen versucht (Ballträger), oder seltener Pässe empfängt und ausserdem für andere Ballträger vorblockt. Man unterscheidet Fullback und Halfback.
  • Rush: Wenn ein Defense Spieler die Offense nicht nur aufhält sondern direkt durch ein Gap angreift, spricht man vom "Rushen".
  • Sack: Der Quarterback wird zu Boden geworfen, bevor er noch werfen oder die Line of Scrimmage überqueren kann - führt stets zu Raumverlust.
  • Safety: Dies bezeichnet die Möglichkeit der Abwehr zu punkten, indem der ballführende Spieler in seiner eigenen Endzone zu Fall gebracht wird.
  • Score: Score = Spielstand; Scoreboard = Anzeigetafel; Scoring = "Punkterzielung".
  • Scrampble: Ein Improvisationsversuch des QB der den durchbrechenden Verteidiger zwingt, seine Pocket zu verlassen.
  • Shift: Bewegung / Positionswechsel von 2 oder mehr Offense Spielern, die aber vorm Snap wieder für mind. 1 sek. zum völligen Stillstand gekommen sein müssen
  • Shotgun: Angriffsformation bei der der Quarterback den Ball nicht direkt vom Center übernimmt sondern weiter nach hinten geworfen bekommt.
  • Sideline: Seitenauslinie.
  • Snap: Rückgabe des Centers etwa zum QB zu Beginn eines Down.
  • Special Team: Die extra zusammengestellten 11 Spieler die z.B. für Kick Off oder Kick Off Return auf dem Feld stehen.
  • Split End: Auch "Wide Receiver" - Passempfänger, der weit ausserhalb der Offense Line aber auf der Line Of Scrimmage aufgestellt ist und meist lange Passrouten läuft.
  • Strong Side: Bezeichnung der Defense für die "stärkere" Seite der Offense (meist die Seite auf der der Tight End steht).
  • Sudden Death: Der erste Punkt in der Verlängerung entscheidet das Match.
  • Super Bowl: Das große Finale der amerikanischen Profi Liga. Das größte Ereignis im amerikanischen Sportkalender.
  • Sweep: Aktion der Offense: Laufspielzug über die Seite.
  • Tackle: Das Stoppen des Ballträgers mittels Körperkontakt- hier ist viel erlaubt, es darf von hinten angegriffen und an den Beinen festgehalten werden.
  • Teamzone: Bereich hinter den Seitenauslinien in dem sich die gerade nicht auf dem Feld befindlichen Spieler, Trainer und Betreuer aufhalten.
  • Three Point Stance: Dreipunktstand: Aufstellung der Line- und Runningback-Spieler mit einer Hand am Boden um tief nach vorne heraus starten zu können. (Manche Linespieler stehen gar im Vierpunktstand).
  • Tight End: Passempfänger für meist kurze Routen und Blocker, der in der Offense Line steht; daher Mixtur aus Offense Line und Receiver. Es gibt Formationen mit einem oder zwei Tight Ends.
  • Time-Out: Auszeit; jedes Team kann 3 Time-Outs pro Halbzeit verwenden.
  • Toter Ball: Der Ball ist "tot" wenn der Schiedsrichter abgepfiffen hat (z.B. wenn ein Ball nicht gefangen wurde oder ein Ballträger getackled wurde).
  • Touchback: Spielbeginn an der 20 Yardlinie, insbesondere nach Punts oder Kickoffs, die hinter der Goal Line enden.
  • Touchdown: Das eigentliche Angriffsziel - sechs Punkte gibt es für die Mannschaft, die den Ball in die gegnerische Endzone bringt.
  • Turnover: Ballverlust.
  • Two-Minute-Warning: Mit der Zwei-Minuten-Warnung weist der Schiedsrichter auf das baldige Ende der Halbzeit/des Spiels hin.
  • Unnecessary Roughness: "Unnötige Härte" z.B. Schlagen, Tritte oder Kopfstösse gegen den Gegner.
  • Unsportsmenlike Conduct: "Unsportliches Verhalten" z.B. Beleidigungen.
  • Weak Side: Bezeichnung der Defense für die "schwächere" Seite der Offense (meist die Seite auf der nicht der Tight End steht).
  • Wide Receiver: Der Spieler, der die langen Pässe des QB fangen soll. In der Regel ein besonders schneller Mann.
  • World Bowl: Endspiele in der World Liga, in der sechs europäische Mannschaften gegeneinander antreten.